<< zurück zur Übersicht

Erstellungsdatum: 02. November 2017, 12:39 Uhr


Bearbeiter: Edith Köchl

RUND UM DIE WELT

 

 

 „Weltmuseum Wien"

 

Nach dreijähriger Umbauzeit wurde nun das ehemalige Völkerkundemuseum als „Weltmuseum Wien" mit einer neu konzipierten Schausammlung und Sonderausstellungen eröffnet.....

In 14 Sälen präsentiert Direktor Steven Engelsman mit seinem Team „Eine Perlenkette von Geschichten" anhand von ausgewählten 3.127 Exponaten. Insgesamt besitzt das Museum über 200.000 Objekte und zählt zu den bedeutendsten ethnographischen Museen der Welt.


Zeit- und Weltreise
Das wohl berühmteste Stück der Schau ist der altmexikanische Federkopfschmuck („Penacho") mit hunderten langen Quetzal-Federn und mehr als tausend Goldplättchen. Dieser prachtvolle Kopfschmuck aus dem 16.Jahrhundert ist als einziger seiner Art erhalten geblieben.
 Weiter geht es nach Japan. Im Mittelpunkt das Modell einer Residenz aus der Edo-Periode (1600-1868). Bei der Wiener Weltausstellung 1873 war es eines der größten Stücke im Japan-Pavillon.


Ein weiterer Saal widmet sich den Studienreisen der Habsburger.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Fasziniert vom Exotischen und gepackt von Sammelleidenschaft „Ich leide an Museomanie" begibt sich auch Thronfolger Franz Ferdinand 1892 auf eine Weltreise. Seine Mitbringsel: Rund 16.000 Objekte.

 

Artefakte aus Ozeanien und Australien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

sind in einem weiteren Saal zu bewundern. Darunter das weltweit einzigartige Modell eines hawaiianischen Zeremonialhauses in Form eines Federtempels, ein mit Nautilusschalen verzierter Prunkschild von den Salomonen, umfangreiche Sammlungen aus Neuguinea sowie australische Bumerangs, Dotpaintings und Didgeridoos. Dabei handelt es sich um eine der ältesten ethnographischen Sammlungen des Weltmuseums, die auf die Entdeckungsreisen des britischen Seefahrers James Cook (1728-1779) zurückgeht. 238 Gegenstände wurden 1806 bei einer Museumsauktion in London im Auftrag des österreichischen Kaisers Franz I. ersteigert.

 

Der Geschichte Chinas ist ebenfalls ein Saal gewidmet, in dem Porzellan, Seide oder Lackarbeiten, wie der dreiteilige Paravant zu bewundern sind. Wie der Paravant nach Wien kam? Das kostbare Objekt wurde nach der Niederschlagung des Boxeraufstandes im Jahre 1900 von Angehörigen der österreichisch-ungarischen Marine aus dem kaiserlichen Jagdpalast entwendet.-
"Asien beginnt im Südosten Wiens" soll Fürst Metternich gesagt haben. Wien als europäisch-asiatische Grenzstadt. Gegenstände aus dem Alltag spiegeln die handelspolitische und kulturelle Ausrichtung Wiens auf den Orient vor der Haustüre wider.

 

Es gibt noch viel mehr zu sehen und man sollte sich Zeit nehmen, um die Exponate samt der spannenden Texte zu genießen...
 
WELTMUSEUM WIEN,

Heldenplatz,

1010 Wien,

www.weltmuseumwien.at


Öffnungszeiten: Täglich – außer Mittwoch – 10 bis 18 Uhr
                          Freitag bis 21 Uhr


Fotos: WeltmuseumWien






FB Share Button