Ein Osttiroler Urgestein im ****Parkhotel am Tristachersee

Der Dornröschengarten
Text: Petra Pachler
Fotos: Hotel Tristachersee

 Das 4-Sterne-Parkhotel am Tristachersee verdankt seine besondere Atmosphäre gleichermaßen der außergewöhnlichen Persönlichkeit des Chefs, Josef Kreuzer, und seiner idyllischen Lage am See. Wer dabei den größeren Anteil hat, ist noch nicht ganz klar. Am besten, Sie fahren hin und finden es selbst heraus!

Wenn Josef Kreuzer von den Anfängen des Tourismus im osttiroler Defreggental erzählt, dann leuchten seine Augen wie die eines Kindes, wenn es von Weihnachten schwärmt. Das Hotel Alpenhof  in St. Jakob  hat er viele Jahre als Direktor geführt, und das vor einigen Jahrzehnten ein wagemutiger Schritt, denn diesem Haus mit 200 Betten hatte das Tal nur einen antiquierten Sessellift und einen einsamer Schlepplift  zu bieten. Wie das denn funktionieren sollte dieses Hotel zu füllen, meinten die Verantwortlichen im Ort, und als er dann auch noch mit einer qualitativ hochstehenden A-la-Carte Auswahl für das Restaurant ankam, war es mit dem Verständnis der einheimischen Würdenträger ganz vorbei. Kotelette, Schweinsbraten und allerlei Deftiges gehören auf die Karte, meinte man, aber keinesfalls die hochtrabenden Filetg’schichten. Aber Josef Kreuzer ließ sich nicht beirren, servierte seine Fleischgerichte von den Filetstücken und der Erfolg sollte ihm recht geben. Denn nach kurzer Zeit brachte die gute Küche die Gäste zuerst in das Restaurant und später auch in die Betten des Hotels, was Josef Kreuzer viele erfolgreiche Jahre in einem vollen Haus mit zufriedenen Gästen bescherte.

Urlaub in der Idylle

Das alles trug sich zu,  bevor er sich an den Ufern des Tristachersees niederließ und 1986 mit dem Erwerb des Parkhotel Tristachersees dort eine idyllische Oase der Ruhe inmitten von See und Grün schuf.Eine erste Begegnung mit dem Haus hatte Josef Kreuzer bereits als junger Oberkellner und so zögerte er keine Minute, als ihm das Haus zum Kauf angeboten wurde. Eine kleine Residenz wie aus k.u.k. Zeiten ist dann dort auf 8 ha Areal entstanden, so posieren weiße Steinbänke im Schönbrunner Stil im romantischen Blumengarten, der jetzt im Frühsommer mit einer bunten Blumenpracht leuchtet. Die kleinen Schönbrunner Elfen sind uns bei unserem Rundgang zwar nicht begegnet, es würde uns aber nicht wundern, wenn sie eines Tages doch hinter einem Blumenstrauch hervor schweben würden. Der Naturpark des Hotels grenzt unmittelbar an den wildromantischen Tristachersee, der klein aber fein, wie eigens für dieses verwunschene Märchenhotel dorthin gezaubert, wirkt. Es scheint, als wäre hier im ****Parkhotel am See die Zeit stillgestanden, aber das ist nur auf den ersten Blick so, denn hinter der filmreifen Fassade für einen Heimatfilm steckt ein hochmoderner Betrieb, der allen Anforderungen der anspruchsvollen Gäste von heute gerecht wird. Ein Indoor-Pool mit Blick in den Dornröschengarten, ein Wellnessbereich mit einem Kamin aus Verona und der Kneippweg im Garten – Pfarrer Kneipp hätte sicher seine Freude an dieser Grünoase gehabt. All das ist dem umtriebigen Hotelier aber immer noch nicht genug, denn er wälzt bereits ziemlich ausgereifte Pläne für den Bau eines Außenschwimmbeckens im römischen Stil mit einem darunter liegenden Weinkeller. Vielleicht wird dann auch eine altrömische Weinverkostung mit Tunika und Kelchen angeboten – man darf gespannt sein!Ganz nach dem Motto: „Alles bleibt besser“, mit dem der Chef die manchmal aufkeimende Skepsis der Stammgäste zu den geplanten Veränderungen kommentiert,  ist davon auszugehen, dass auch der nächste Ausbau ein Volltreffer sein wird!

Die modernst ausgestatteten Zimmer und Suiten sind alle mit Seeblick zu genießen und sportliche Jogger fallen buchstäblich vom Bett auf den Laufweg rund um den Tristachersee. Bequemer geht’s nimmer!Durch den engagierten und vor allem sehr persönlichen Einsatz von Josef Kreuzer sind aus den anfänglich 20 Betten im Laufe der letzten dreißig Jahre 110 Luxusbetten im Parkhotel am Tristachersee entstanden, die vorwiegend von Österreichern und Gästen aus Deutschland und der Schweiz für ihre Urlaub genützt werden.

Haubengenuss

Das Herzstück des Hauses ist ganz klar die Gourmetküche, die unter der Leitung des Küchenschefs Christian Hofer Regionales in raffinierten Variationen auf den Tisch bringt und dafür von Gault Millau mit zwei Hauben ausgezeichnet wurde. Die eigene Quellteichanlage im Garten sorgt für täglich frischen Fisch auf der Karte und so tummeln sich Karpfen, Alpenlachs, Bachforelle, und Saibling recht munter im Teich, bevor Fisch auf dem Teller landet. Der schwimmt bekanntlich am Besten im Wasser und dafür sorgt das Mineralquellwasser der Maximilianquelle, das aus drei Quellen aus dem Berg sprudelt, zu jeder Mahlzeit auf den Tisch kommt und auch aus diversen Brunnen im Haus plätschert.

Sollte es den Gast wider Erwarten doch hinausziehen, so lockt die Sonnenstadt Lienz in wenigen Minuten Entfernung mit südlichem Flair und einem feinen Einkaufsangebot und die umliegenden Berge natürlich mit fast endlosen Wandermöglichkeiten. Aber eigentlich gibt es keinen triftigen Grund, das ****Parkhotel am Tristachersee zu verlassen – viel zu gemütlich ist es hier! Fast  als paradiesische Zustände schon in den irdischen Niederungen  kann man dieses Refugium bezeichnen und der glasklare See ist die Verführung dazu.

Wenn Sie das Glück haben sollten, dass der Chef Zeit findet, sich zu Ihnen zu setzen, dann sollten Sie sich zurücklehnen und aufmerksam zuhören, denn die Erzählungen von Josef Kreuzer sind wie die Chronik des Defreggentales und beinhalten bessere Anekdoten, als so manches Theaterstück. Ein unterhaltsamer Abend ist garantiert!

Die Zimmerpreise im Parkhotel am Tristachersee beginnen in der Sommersaison bei moderaten 79,00 € pro Person im Kleinstudio inklusive Halbpension. Fahren Sie hin, bevor es andere tun und die Idylle vielleicht schon ausgebucht ist!

****Parkhotel am Tristachersee
Familie Kreuzer
A-9900 Lienz/Tirol
T: +43 (0) 4852 67666
parkhotel@tristachersee.at
www.parkhotel-tristachersee.at