Der weiße Ring
Text: Marco Göls
Foto: Tourismusverband Lech/ Göls
Lech Zürs am Arlberg, 14.1.2012. Um 9:00 Uhr früh fiel bei strahlendem Sonnenschein der Startschuss zum laut Guinsessbuch der Rekorde längsten Schirennen der Welt.
Bei der bereits siebten Auflage des legendären Volksschirennens „der weiße Ring – das Rennen sponsored by Raiffaisen – Meine Bank“ gingen knapp 1.000 RennläuferInnen an den Start, um sich auf der 22km langen Strecke mehr von Ehrgeiz und Panorama beflügeln, als von brennenden Oberschenkeln beindrucken zu lassen. Denn Kondition war Voraussetzung für die Rennbegeisterten, die sich in 20er Gruppen vom Rüfikopf im Abstand von 1,40 Minuten die frisch preparierten Pisten hinunterstürtzten.
Dass hier die Damen den Herren um nichts nachstanden, wurde durch die Lokalmatadorin aus Zug Angelika „Geli“ Kaufmann bewiesen. Mit einer sensationellen Zeit von 48:08:34 gewann die 25-jährige, wie bereits die zwei Jahre zuvor, das Rennen in der Damenwertung. Im Zielraum wurde sie von ihrem Fanclub, der auch neben der Strecke an neuralgischen Punkten immer wieder mit Plakaten für den Motivationskick sorgte, unter Gegröle in die Arme geschlossen. Bei den Männern siegte der Gewinner von 7 Weltcuprennen Josef „Pepi“ Strobl, der mit einer Tagesbestzeit von 46:03:62 die Overall Ski&Snowboardwertung für sich entschied. Marc Girardelli erreichte in seiner Altersklasse den verdienten ersten Platz mit 46:38:58 und hängte den Zweitplatzierten Meier Rainer aus Lech um ganze 55,41 Sekunden ab. Die 2006 von Lokalmatador Patrick Ortlieb aufgestellte Bestzeit von 44:35:07 wurde nicht geschlagen. Er selbst belegte nach irrtümlich anfänglicher Disqualifikation final mit einer Zeit von 46:54:25 in der Klasse B den 2. Platz.
10.000 Euro für die Laureus Sport for Good Stiftung
Zahlreiche Teams matchten sich um die beliebte Teamwertung. Unter der Leitung von Teammanager und Laureus Academy Mitglied Boris Becker fuhren Laureus Botschafter Stefan Blöcher, die beiden ehemaligen Tennis-Profis Eric Jelen und Charly Steeb sowie die Vize-Abfahrtsweltmeisterin von 1985, Katharina Gutensohn, für den guten Zweck.
Auch Team Tiroler Nussöl/Mercedes-Benz und Team Aurelio mit Laureus Botschafterin Christa Kinshofer waren zugunsten der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich auf der Rennstrecke unterwegs. Hermann Fercher, Tourismusdirektor von Lech Zürs am Arlberg, überreichte vor Ort einen Scheck über 10.000 Euro an die anwesenden Laureus Botschafter. Als Sieger der Teamwertung konnte sich schlussendlich das Strohminatoren come first Team freuen, dicht gefolgt vom Team Alpensport Resort Rote Wand sowie dem drittplatzierten Schneggarei Racing Team.
„Es ist großartig, dass sich die Skiregion Lech Zürs dem guten Zweck verschreibt und die Laureus Stiftung durch diese großzügige Spende tatkräftig unterstützt. Seit der Gründung der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland konnten wir bereits über 30.000 sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche durch Sportprojekte unterstützen. Seit 2009 sind wir auch hier in Österreich aktiv, seit vergangenem Jahr mit dem Skiprojekt Laureus Schneetiger. Auch hier gibt es einiges zu tun, deshalb freue ich mich ganz besonders über das Engagement von Lech Zürs“, bedankte sich Laureus Academy Mitglied Boris Becker.
Die Skiregion Lech Zürs ist bereits seit 2009 offizieller Partner der Laureus Stiftung. „Enge Kooperationen wie diese sind für unsere Laureus Sport for Good Stiftung von großer Bedeutung. Wir freuen uns, dass uns mit der Skiregion Lech Zürs und dem Hotel Aurelio nun zwei so starke Partner unterstützen“, erklärt Stefanie Möllenkamp, Geschäftsführerin der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich.
Am Abend feierten dann die GewinnerInnen jeder Klasse des weißen Rings – das Rennen bei der exklusiven Mercedes-Benz „White Winners Night“ in der Schihütte Schneggarei gebührend ihren Erfolg.
