Bio(logisch) genießen im ****Biohotel Daberer
Ein verwunschener Naturbadesee, eingerahmt von dichtem Wald, ein Badesteg, der eigentlich eine perfekte Requisite für einen Heimatfilm wäre und eine Quelle am Waldesrand, aus der seit Jahrzehnten hochwertiges Mineralwasser sprudelt – und übrigens auch aus allen Wasserhähnen im Hotel und dem Spa-Bereich. Das sind die Zutaten für einen perfekten Erholungsurlaub bei der Familie Daberer im kärntnerischen Gailtal.
Die Familie beschäftigt sich bereits in zweiter Generation mit dem Thema Bio, also seit gut dreißig Jahren und damit lange, bevor dieses Thema ein Thema und Verkaufshit in den Supermärkten und diversen Reformgeschäften war.
Allem voran ist es der Baustoff Holz, der im Hotel Daberer den dominierenden Wohlfühlfaktor stellt, denn vom Fußboden bis zur Decke ist das ganze Haus in hellem, zum Teil gekaltem Lärchenholz gehalten (gekalkt deshalb, damit die helle Farbe erhalten bleibt) und alles dazwischen, wie Einrichtung und Sauna, sowieso.
Die Familie Daberer lebt die Philosophie des Biologischen in allen Bereichen und genau diese Stimmigkeit macht auch die Atmosphäre und damit den Erfolg des Hauses aus. Einrichtung und Küche, NaturSpa und Aktivprogramm mit Pilates oder Nordic Walking, alles passt zusammen. „Bio ist ein Qualitätsversprechen“, sagt die Familie und dieses wird im gesamten Hotel auch eingehalten!
Daberers Kulinarium ist ein Zusammenspiel aus der regionalen Naturküche mit mediterranen Einflüssen und einer modernen Bioküche, die sich kompromisslos an den Reigen der Jahreszeiten anpasst. Bei der Genießerküche dominieren natürlich Salate und Kräuter in Kombination mit Fisch und Fleisch, aber auch da sind es nicht normale Fleischsorten, die auf den Teller kommen, sondern es müssen natürlich solche vom Biolamm oder Tauernrind sein. Und es gibt hier noch Tomaten, die auch wie solche schmecken – leicht süßlich und schon ein wenig nach Italien, das ja auch gar nicht mehr so weit entfernt liegt.
Der Fischbeitrag auf der Karte wird aus den eigenen Fischteichen bestritten, wenn man also am Nachmittag den Naturbarfußpfad entlang der Forellenteiche vorbei spaziert, kann es gut sein, dass man dabei im Fischteich seinem Abendessen begegnet. „Gute Laune ¾ Pension“ heißt das kulinarische Angebot im Hotel und umfasst neben dem „Alles Bio-Frühstücksbuffet“ mit Bauernbutter, selbstgemachtem Erdäpfelbrot samt Biomarmelade und der viergängigen Daberer Grünen Haube Genießerküche am Abend den mittäglichen Vital-Imbiss mit leichter Kost.
Neben den Kräutern ist der Honig ein großes Thema im ****Biohotel Daberer, denn der tropft hier nicht nur vom Frühstücksbrot – was allerdings nicht nur damit zu tun hat, dass das Gold der Bienen auch in Wabenform am Frühstücksbuffet zu finden ist – sondern findet seine Verwendung auch im Spabereich in Form von zahlreichen Honigbehandlungen. Schon der weise Grieche Hippokrates wusste um die wohlriechenden und wohltuenden Spuren des Bienenhonigs.
Salbei, Kresse & Co
Das wirkliche Kleinod der Hotelanlage ist aber mit Sicherheit der Kräutergarten von Inge Daberer, der jetzt im Sommer in allen nur erdenklichen Farben leuchtet und vor allem für den frischen Nachschub an Grün in der Küche sorgt. So ist zu beobachten, dass in den Vormittagsstunden die junge Praktikantin Carmen mit einer silbernen Schüssel eiligen Schrittes in den Kräutergarten marschiert, um dort die frischen Zutaten für den Mittagsimbiss zu pflücken – immer in telefonischer Verbindung mit dem Chefkoch, der dann zum Schluss noch ganz schnell einen weiteren Auftrag für die perfekte Kräuterabrundung erteilt. Und eben genauso frisch schmecken Kresse und Co. dann auch, wenn Gast sie vom Buffet selbst auswählt.
Die gute gesunde Küche ist den Hotelgästen vorbehalten und nur in Ausnahmefällen gibt es die Möglichkeit des Schlemmens für Hausfremde, aber das ist gar nicht mal so schlecht, denn so kommt man bei Gusto auf die Bioküche auch gleich in den Genuss aller weiteren Biofreuden im Hotel Daberer und die sollte man sich eigentlich nicht entgehen lassen.
Die Seniorchefin Inge Daberer veranstaltet von Anfang Juni bis Anfang Juli einmal wöchentlich einen Gartenkochkurs für interessierte Gäste, wo dann selbst geschnitten, gezupft und natürlich verkostet werden kann. Die Zitronenmelissen-Kirschbowle zum Einstieg ist eine köstliche Erfrischung an heißen Sommertagen und auch der Aufstrich aus mediterranem Gemüse mit Kerbel (denn der passt perfekt zu südlichen Gewächsen, wie wir gelernt haben) hört sich so an, also könnte man ihn ohne große Schwierigkeiten nachkochen. Die ganz Eifrigen versuchen sich dann noch am „ Kreandeln“ der Kärntner Nudeln, was den oft bestaunten gedrehten Rand der g‘schmackigen Nudeltascherln bewirkt. Auch wenn die Chefin ihre wahren Kräutergeheimnisse natürlich nicht so gerne verrät, gibt sie doch ab und zu einige wertvolle Hinweise zur Verwendung der Kräuter – und zwar sowohl in kulinarischer als auch in gesundheitlicher Hinsicht. Und noch etwas Wichtiges erfahren wir an diesem Nachmittag: Alle Blüten, die den Gerichten den optischen Pepp verleihen sind nicht nur Dekoration sondern alle ohne Ausnahme auch genießbar – die geschmackliche Kostprobe werden wir heute abends dann umgehend durchführen.
Zu den wahren Elixieren der Inge Daberer gehören so ganz profane Hausmittel wie Kräutertee, Heublumensäckchen gegen Rückenschmerzen oder ein belebendes Kräuterbad für müde Füße. Und die Zutaten für den besten Hustenstiller, nämlich der Salbei, wächst sowieso direkt vor Daberer‘s Haustüre.
Naturromantik statt Biokitsch
Das Haus hat einen größeren, im Juni fertig gestellten, Umbau hinter sich und seitdem finden sich so originelle Wohlfühlinseln wie der Silbensalon mit einer Vielzahl an Büchern zu den unterschiedlichsten Themenbereichen und der Atmosphäre eines großen Wohnzimmers oder auch der Hofgarten mit bunten Magazinen und Tageszeitungen, gleich neben der Lobby. Das Restaurant wurde um die Pforrnastube erweitert, deren Name sich von der Pfarre St. Daniel ableitet, die als Urpfarre des Gailtals umgangsprachlich „Pforre“ genannt wird und die mit hellem Holz und vielen bunten Farbklecksen in der Dekoration farblich den Sommer ins Haus holt. „Unser Hotel einzurichten ist für uns nichts anderes, als unser Wohnzimmer zu gestalten“, meint Marianne Daberer, die Tochter des Hauses, die seit einiger Zeit gemeinsam mit ihrem Bruder das Hotel führt, und genau diesen Eindruck hat man dann auch: wohnlich mit gemütlichen Ecken zum Tratschen und Lesen, eine Ruheinsel für den Nachmittagskaffee und die Weinlounge mit ausgesuchten Tropfen, alles gut durchdacht und an den Wünschen der Gäste orientiert.
Nur die Genussmeile, um die der Buffetbereich erweitert wurde unterscheidet sich stark vom heimischen Herd, denn die hätte wohl jeder Gast liebend gerne in den eigenen vier Wänden! Das Ideenreich versorgt die Gäste mit allem Wissenswerten in und um das Hotel und auf der überdimensionalen Wanderkarte stechen die nächsten Touren auf dem beleuchteten Hintergrund förmlich schon ins Auge.
Bio trifft auf Design ist in den Unterlagen des Hotels zu lesen und wir meinen: Bio trifft auch auf Genuss, wie uns der Spruch an der Wand des Restaurant bestätigt. Weintrinker sehen gut aus, sind intelligent, sexy und gesund!
Die alle in hellem Holz gehaltenen Zimmer bestechen sowohl in Größe als auch in Design und wirklich phänomenal ist der Blick aus den Alpinstudios, wo frühmorgens beim Aufwachen der Blick schon vom Bett aus direkt auf den roten Kirchturm fällt, der übrigens auch eine eigene Geschichte hat. Die St. Danieler mochten den ursprünglichen Kupferturm nicht wirklich und so veranstalteten sie eine Kollekte für einen neuen roten Anstrich - die so viel einbrachte, dass sich mittlerweile ein doppelter Anstrich ausgeht – sicher ist sicher. Hinter dem Kirchturm taucht der Zollner, der Hausberg in den Karnischen Alpen auf und ruft eigentlich zu einer Wandertour.
Bei soviel Weitblick, vor allem in den – nomen est omen - Weitblickstudios des neu errichteten Dachgeschosses fällt es fast schwer, diese grandiose Aussicht zu verlassen, um sich den vielen Angeboten in und um das Hotel Daberer zu widmen. Soll es jetzt das Farblaconium sein, wo im Farbenrausch die verschiedensten Energien im Körper frei und Heilungsprozesse in Gang gesetzt werden oder doch lieber eine Wanderung mit dem Seniorchef Willi Daberer, der mit seinen Gästen die schönsten Routen erwandert. Egal, wofür sich der Gast entscheidet, es wird auf jeden Fall ein gelungener Tag werden!
Am Waldesrand versteckt sich die idyllische Waldsauna, die abends für Zwei gemietet werden kann und für einen Preis von 25,00 € pro Person Romantik pur inklusive einer kulinarischen Überraschung verspricht. Die Sauna liegt am Eingang zu über 20.000 m2 natürlichem Freiraum mit dem Kraftplatz Naturbadeteich, einem Barfußpfad mit Kneippterrasse und dem Badeplatz wie zu Großmutters Zeiten.
Unten Gras, darüber Luft & dazwischen Blütenduft
Ein Cocktail aus Gelassenheit, Zeit und Natur verwöhnt die Gäste im Biohotel Daberer und daran haben die Familie und deren Mitarbeiter maßgeblichen Anteil. Denn die Philosophie des Biopioniers Willi Daberer und seiner Frau Inge, die beide die Natur und deren Stoffe seit 35 Jahren in den Vordergrund stellen, kontinuierlich weiterentwickeln und die in jedem Bereich des Hauses zum Einsatz kommt, wird von den stets freundlichen Mitarbeitern vollständig mitgetragen. „Wir wollen und können nur das anbieten, was wir selbst vorleben und von dem wir überzeugt sind“, meint die Familie Daberer und genau das macht auch die stimmige Atmosphäre im Haus aus. Wir sind Gastgeber aus Überzeugung, sagen sie, und das nimmt man ihnen auch ohne zu zögern ab und so ist der Begriff Hideaway, der in den Unterlagen zu finden ist und so viel wie Rückzug bedeutet, sicherlich die treffendste Bezeichnung für das ****Biohotel Daberer.
Diese Kombination sorgt dafür, dass bei vielen Gästen die Uhr bereits nach wenigen Daberer Tagen in der Schublade verschwindet – und das ist ja bekanntlich eins der besten Zeichen für wirkliche Erholung.
Noch ein Wort zu gesundem Bioessen aus eigener Erfahrung: Allen Skeptikern des gesunden, leichten und vor allem bio-orientierten Essen sei gesagt: Gast bekommt nicht nur (reichlich) zu essen, sondern vor allem in einer Geschmacksintensität und auf so hohem Niveau, dass selbst Biokritiker neidlos das Gelingen der gesunden Küche anerkennen müssen. Dreißig Jahre Erfahrung sind ja doch nicht unter den (Bio)Tisch zu kehren – sie machen’s einfach richtig, die Daberers!
Preise ab 84,50 € je nach Saison und Zimmertyp. (Sie sollten sich das Alpinstudio leisten, es ist den Aufpreis allemal wert!).
Für alle, die es ganz genau wissen möchten, sind nachstehend die zahlreichen Auszeichnungen angeführt, die das Hotel im Laufe der Zeit erhalten hat, aber ein Tipp von uns: Selbst erleben stellt jede Auszeichnung lesen in den Schatten.
- Geosaison 2010: Eines der 10 Top Öko.Hotels Europas
- Tourismus Award 2007 des Landes Kärnten für Tourismus & Natur
- Relax Guide 2010: 17 Punkte und 3 Lilien
- Grüne Haube für „herausragende Naturküche“
- Europäisches Umweltzeichen (Ecolabel) für Tourismusbetriebe
- Trigos 2009 – Preis für Corporate Social Responsibility – Kategorie Ökologie
- Schlank und Schön in Österreich
- Europa Wanderhotels
9635 St. Daniel in Kärnten
T: 0043(0)4718/590
info@biohotel-daberer.at
www.biohotel-daberer.at
